4 Esel 12 Beine op Jöck

25.05.2018

Annäherung an ‚Trogwasser‘

Gestern hat’s stark geregnet, doch wir gingen quasi in einem Wolkenloch. Es tröpfelte lediglich mal kurz, währen um uns herum deutliche Regenfahnen sichtbar waren. Zur Vorsicht hatten wir den Vierbeinern und uns den Regenschutz angelegt.

In Oberilfingen hörten wir uns nach einer Übernachtungsmöglichkeit um. Eine nette Frau wies uns auf den gerade eröffneten Keppler-Hof hin. Dort könne man in Heubetten übernachten. Sie fuhr auch kurz hin, um nachzufragen ob für uns noch Plätze frei sind.

Die Zeit nutzten wir um die beiden Langohren an einen großen Steintrog mit plätscherndem Zulauf zu gewöhnen. Da davor noch die Plastik einer lebensgroßen Kuh stand, war dies die erste Herausforderung. Beide beschnupperten sie ausgiebig. Da sie offensichtlich nicht gefährlich roch und sich offensichtlich ja nicht bewegte, gingen sie vorsichtig daran vorbei Richtung Trog. Um die Annäherung zu erleichtern, umrundeten wir erst einmal gemeinsam dieses suspekte Ding. Pepe näherte sich dann sehr vorsichtig dem Ende, das dem plätschernden Einlauf gegenüberlag. Nach einigem vorsichtigen beschnuppern, wagte er es sogar, die Wasseroberfläche mit seinen Lippen zu berühren. Nun hatte er festgestellt, dass es nicht nur nach gutem Wasser roch, sondern wohl auch war. So saugte er in vorsichtigen Zügen davon, nicht viel, aber immerhin. Paula blieb derweil in einem respektvollen Abstand davor stehen.

Die Frau kam vom Keppler-Hof zurück, und informierte uns, dass wir dort übernachten könnten. Sie begleitete uns noch ein Stück.
Auf dem Hof wurden wir von Claudia und Daniel herzlich empfangen. Was sie uns dann zeigten, war herausragend. Eine so ideenreich hergerichtete Unterkunft hatten wir noch nicht gesehen. Türen in Glas oder wunderschönen Kiefernbrettern, hölzerne Bettkästen mit Heu, einen Veranstaltungsraum mit Fachwerkwänden und Strohballen als Sitzgelegenheiten sowie moderner Beschallungstechnik, schöne, saubere Sanitäranlagen, alte Dielenböden fachgerecht hergerichtet, und, und, und – stilvolle Rustikalität auf hohem Niveau. Ich dachte an meine Jugendarbeit, und dass ich mir solch eine außergewöhnliche „Herberge“ gewünscht hätte, zumal auch tolle Programme zu Landwirtschaft im Allgemeinen und landwirtschaftlichen Produkten im Besonderen angeboten werden.
Wir haben jedenfalls wunderbar geschlafen, und das auch preiswert.

Am Morgen überraschten uns Bernadette und Armin erneut mit ihrem Besuch. Sie waren in der Nähe und schauten mit ihren beiden Sprösslingen kurz vorbei.

2 Kommentare

  1. Verena

    Schön, dass ich euren Blog gefunden habe, nun werde ich euch weiter digital begleiten. Spannend zu lesen! Es freut mich, dass ihr schon so viele nette und hilfsbereite Menschen getroffen habt.
    Weiterhin eine unvergessliche Reise wünscht
    Verena

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  2. Anita

    Hallo ihr vier. Ich bin mit 20 Beinen unterwegs(2 Esel, 2 Hunde, 2 Menschen dh mein 8jähriger Sohn und ich)

    Wir sind von der CH über den Wildpark Jura in den Parc naturel Pilat gelaufen….

    Am 13,April war unser Start. Wir laufen ans Meer und vielleicht weiter…

    Siehe saumpferd.de Reise&Geschichten, da kann ich meine Texte veröffentlichen.

    Ich wünsche euch viel Freude beim wandern…

    Alles Liebe Anita

    Antworten

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