4 Esel 12 Beine op Jöck

14.06.2018

Wir Von Trübbach bis Salouf
Im schweizer Rheintal wählten wir bewust die Wege unmittelbar am quirligen und rauschenden Fluss entlang um Paula und Pepe an diese Geräusche zu gewöhnen. Übernachtet haben wir auf einem Pferdehof und bei einer sehr netten Bauernfamilie.
In Bad Ragaz, auf dem Camping, stießen zwei Freunde aus Kalifornien zu uns. Mit ihnen gingen wir in die schöne Stadt Chur, wo wir auch Ersatzteile für unsere Ausrüstung besorgten. Weiter ging es aufwärts bis nach Lenzerheide, wieder abwärts nach Tiefencastell und hinauf in das kleine Örtchen Salouf. Dort überholten wir die zwei Packsättel und die Hufschuhe.
Anderntags stiegen wir von der Weide an der Baumgrenze, auf der unsere Esel bei anderen untergebracht waren, mit Sonja und ihrem Großesel, Romeo, weiter hinauf bis auf über 2000 m. Die Aussicht auf die Berge ringsum war grandios. Auch unsere vierbeinigen Wandergesellen blieben öfter stehen und schienen sie zu genießen. Ihr Blick ging in die Ferne und sie verharrten immer wieder, wenn wir eine neue Geländestufe erreicht hatten. Aber auch die nähere Umgebung wurde intensiv in Augenschein genommen. Klar, so viel Gegend ohne Bäume und nur ganz kleinwüchsigem Gras, sowie das pflanzenlose Geröll, war natürlich eine neue Welt für sie.
An einem Bach von knapp einem Meter Breite, mit etlichen sprudelnden, gluckernden und plätschernden Stellen, versuchten wir die Querung über einen Steg aus Holzbohlen. Romeo machte mehrfach vor, wie tragfähig dieser Steg auch für einen Großesel war. Aber unsere fanden es zu gefährlich und auch die verlockende Möhre konnte dies nicht ändern.
Nach einiger Zeit wechselten wir das Trainigsthema und probierten eine direkter Bachquerung. Romeo machte es wieder vor, wenn auch nicht gerade mit Vergnügen, aber er ging mehrfach durchs Wasser. Nach einigem vergeblichem Warten versuchten wir es mit straffem Führseil und leichtem Schubs von hinten. So ging Paula widerwillig durch dieses wohl scheußlich quirlige Nass. Natürlich bekam sie großes Lob. Pepe folgte auf die gleiche Art und erhielt gleichfalls Lob von allen. Dann versuchte Günter Paula nochmals dazu zu bewegen, den Bach zu durchqueren. Da wir alle auf der anderen Seite standen, war der Druck auf Paula sehr groß. Wir erhöhten diesen noch dadurch, dass Sonja und ich uns mit Romeo und Pepe vom Bach weg bewegten. Und? Paula entschloss sich nach ein wenig hin und her getänzel, den Bach nochmals schnell zu durchqueren um zu uns zu kommen. Ja, geschafft, darauf konnten wir aufbauen.
Auf dem Rückweg ließen wir Paula und Pepe frei laufen. Pepe verhielt sich überschwänglich und selbstbewusst, hopste zwischendrin, neckte Paula und ging auch weiter neben dem Weg auf Kräutersuche. Auf der Weide wurden alle drei von den zurückgebliebenen freudig begrüßt.
Dieser Tag brachte einen wichtigen Erfolg für die weitere Tour!

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